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Strom in Deutschland

Woher der Strom gerade kommt, was er kostet und wie viel davon über die Grenzen fließt. Die Daten stammen von SMARD, der Strommarktdaten-Plattform der Bundesnetzagentur, von der Energie-Denkfabrik Ember, von Verivox und von Battery-Charts.

Erzeugung, Verbrauch & Batterien

Stromerzeugung nach Quelle im letzten vollständig gemeldeten 15-Minuten-Intervall, zusammen mit der Last. Der Anteil bezieht sich auf die Erzeugung, nicht auf den Verbrauch.

Stand: 03.11.2026, 05:15 Uhr

Momentane Leistung (GW)

Erzeugung

46,2 GW

davon 36,9 % erneuerbar

Verbrauch

51,9 GW

Gespeicherte Energie in Batterien (GWh)

Batterien in Elektroautos

141,8 GWh

in 2,17 Mio. zugelassenen E-Autosdeckt die Differenz 25 h

Heimspeicher

23,8 GWh

deckt die Differenz 4,2 hmit Gewerbe- (1,8 GWh) und Großspeichern (7,7 GWh): 33,3 GWh

Unsere Batterien könnten Stromüberschüsse aufnehmen und Spitzen oder Tiefen abfedern. Doch langsamer Smart-Meter-Ausbau, wenig genutzte dynamische Tarife und komplizierte Regeln bremsen die Nutzung dieses Potenzials (siehe Gedankenspiel).

Am 27. März 2026 wurden wegen Verzögerungen beim Smart-Meter-Ausbau 77 Aufsichtsverfahren gegen Messstellenbetreiber eröffnet. Pressemitteilung der Bundesnetzagentur

Stand: 05:15 Uhr

46,2 GWErzeugungdavon 36,9 % erneuerbar

Verlauf der letzten 24 Stunden

  • Verbrauch

Die Farbflächen zeigen die Erzeugung nach Quelle, gestapelt zur Gesamterzeugung. Die rote gestrichelte Linie ist der Verbrauch (die Last). Liegt die Linie über den Flächen, verbraucht Deutschland in dieser Viertelstunde mehr Strom als es selbst erzeugt; die Differenz kommt per Import aus dem Ausland oder aus Speichern. Liegt sie darunter, wird der Überschuss exportiert oder eingespeichert.

Gedankenspiel: Überschuss in Batterien aufheben

Letzter Tag mit Stromüberschuss: Sonntag, 01.11.2026

An diesem Tag hat Deutschland zeitweise mehr Strom erzeugt, als es verbraucht hat. Hätten die Batterien in Elektroautos und Speichern diesen Überschuss aufgehoben, hätten sie danach von 12:30 bis 14:15 Uhr die ganze Lücke zum Verbrauch gedeckt. (Es wäre weniger bis gar kein Import nötig gewesen.)

  • Verbrauch
  • Überschuss in Batterien → später genutzt

Schraffiert ist der Teil des Überschusses, den die Batterien aufnehmen, und — am Ende eines Pfeils — wo derselbe Strom später die Lücke zum Verbrauch schließt.

Benötigte Batteriekapazität

Benötigt: 2,9 GWhVorhanden: 175,1 GWh in Elektroautos und Speichern
›Anmerkungen

Quelle ist SMARD, die Strommarktdaten-Plattform der Bundesnetzagentur, die die Meldungen der Übertragungsnetzbetreiber innerhalb von etwa einer Stunde veröffentlicht. Nicht alle Reihen treffen gleichzeitig ein; gezeigt wird deshalb das jüngste Viertelstunden-Intervall, für das alle Erzeugungsarten und die Last vorliegen (05:15 Uhr), nicht der allerneueste Zeitstempel. Als erneuerbar zählen Solar, Wind, Wasserkraft, Biomasse und „Sonstige Erneuerbare“ (vor allem Geothermie sowie Deponie- und Klärgas); Pumpspeicher (Speicher, keine Primärenergie) und „Sonstige Konventionelle“ (u. a. Heizöl, Kokerei- und Gichtgas, Abfall) sind nicht enthalten. Quellen mit exakt 0 MW werden nicht dargestellt. Die Balken oben zeigen zwei verschiedene physikalische Größen: links Leistung in GW (wie schnell Strom gerade fließt), rechts Energie in GWh (wie viel eine Batterie fasst). Ein GWh-Wert ist deshalb nicht „größer“ als ein GW-Wert; vergleichbar werden sie erst über die Angabe, wie lange die Batterien die momentane Differenz zwischen Erzeugung und Verbrauch überbrücken könnten (GWh ÷ GW). Diese Differenz ist mal ein Überschuss, mal eine Unterdeckung — die Batterien könnten beides ausgleichen, deshalb zählt ihr Betrag. Sie wird im Tagesverlauf zeitweise sehr klein; Werte über 99 h werden daher als „> 99 h“ ausgewiesen. Alle Balken sind an der Last als 100 % skaliert. Die Batteriezahlen stammen von Battery-Charts (ISEA und PGS, RWTH Aachen) und beruhen auf dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur; Stand 10/2026. Sie beschreiben installierte Kapazität, nicht den aktuellen Ladezustand: wie viel davon gerade tatsächlich verfügbar ist, veröffentlicht keine dieser Quellen.Gedankenspiel: rein theoretisch. Die Batterien laden, sobald die Erzeugung über dem Verbrauch liegt, und geben den Strom in den nächsten Viertelstunden mit Unterdeckung wieder ab, bis sie leer sind — nur vorwärts in der Zeit. Gezeigt wird der letzte vollständig gemeldete Kalendertag mit Überschuss, bis zu drei Wochen zurück. Angenommen ist, dass die gesamte Batteriekapazität bereitsteht, die in Deutschland schon eingebaut und bezahlt ist, und dass sie zu Beginn leer ist. In Wirklichkeit sind Autos unterwegs oder nicht eingesteckt, Akkus sind nie ganz leer oder ganz voll, beim Laden geht Energie verloren, und die Ladeleistung ist begrenzt. Wind und Sonne liegen in beiden Verläufen oben, weil sie mit dem Wetter schwanken und den Überschuss entstehen lassen; welches Kraftwerk welchen Strom „erzeugt“, lässt sich im Netz nicht unterscheiden. Dieses Gedankenspiel zeigt, was bereits vorhanden ist und teilweise heute schon genutzt werden könnte.

Prognose für Wind und Solar

Wie viel Strom Wind und Sonne voraussichtlich liefern, nach der Day-Ahead-Prognose der Übertragungsnetzbetreiber. Daneben die tatsächlich gemessene Erzeugung und der prognostizierte Verbrauch.

Prognose bis 03.11.2026, 23:45 Uhr

Wind und Solar heute

485GWh

Wind 373 GWh · Solar 112 GWh

Höchstwert heute

34,5GW

um 12:00 Uhr

Anteil am Verbrauch heute

35,0 %

Wind und Solar am prognostizierten Verbrauch

Prognose und tatsächliche Erzeugung

  • Wind auf See
  • Wind an Land
  • Solar
  • Tatsächlich gemessen
  • Verbrauch (Prognose)

Die Farbflächen sind die Prognose, gestapelt nach Quelle. Die rote Linie ist nicht ihre Summe, sondern die tatsächlich gemessene Erzeugung aus Wind und Solar; wo sie von der Oberkante der Flächen abweicht, lag die Prognose daneben. Die gestrichelte Linie ist der prognostizierte Verbrauch.

›Anmerkungen

Die Prognosen stammen von den vier Übertragungsnetzbetreibern und werden über die ENTSO-E-Transparenzplattform von der Bundesnetzagentur auf SMARD.de veröffentlicht (CC BY 4.0); es ist keine eigene Berechnung. Die Prognose für den Folgetag erscheint am Vortag, spätestens um 18 Uhr; bis dahin endet die Kurve um Mitternacht und die Kennzahlen beziehen sich auf heute. Prognosen nach Quelle gibt es nur für Wind und Solar. Wasserkraft und Biomasse fehlen deshalb, und der Anteil am Verbrauch liegt niedriger als der erneuerbare Anteil im Abschnitt Erzeugung, der sich zudem auf die Erzeugung bezieht. Die tatsächliche Erzeugung wird mit etwa einer Stunde Verzögerung gemeldet.

Import & Export

Physikalische Stromflüsse über die Grenzkuppelstellen. Ein Pfeil nach innen bedeutet Import nach Deutschland, ein Pfeil nach außen Export.

Stand: 03.11.2026, 05:30 Uhr

Import

9.522 MW

Summe aller Zuflüsse

Export

5.289 MW

Summe aller Abflüsse

Saldo

−4.233 MW

Deutschland importiert netto

Niederlande: 3.277 MW Import nach DeutschlandNiederlande3.277 MWFrankreich: 2.598 MW Import nach DeutschlandFrankreich2.598 MWPolen: 1.607 MW Export aus DeutschlandPolen1.607 MWÖsterreich: 1.576 MW Export aus DeutschlandÖsterreich1.576 MWDänemark: 1.456 MW Import nach DeutschlandDänemark1.456 MWNorwegen: 1.258 MW Import nach DeutschlandNorwegen1.258 MWBelgien: 935 MW Import nach DeutschlandBelgien935 MWTschechien: 932 MW Export aus DeutschlandTschechien932 MWSchweiz: 587 MW Export aus DeutschlandSchweiz587 MWLuxemburg: 392 MW Export aus DeutschlandLuxemburg392 MWSchweden: 195 MW Export aus DeutschlandSchweden195 MWDEUTSCHLAND

Nach Grenze

  • Niederlande−3.277 MW
  • Frankreich−2.598 MW
  • Polen+1.607 MW
  • Österreich+1.576 MW
  • Dänemark−1.456 MW
  • Norwegen−1.258 MW
  • Belgien−935 MW
  • Tschechien+932 MW
  • Schweiz+587 MW
  • Luxemburg+392 MW
  • Schweden+195 MW

Positive Werte bedeuten Export aus Deutschland, negative Import.

›Anmerkungen

Gezeigt werden physikalische Flüsse, also der Strom, der tatsächlich über die Leitungen fließt, nicht die kommerziellen Handelsfahrpläne, die davon abweichen können. Quelle ist SMARD, die Strommarktdaten-Plattform der Bundesnetzagentur, die die Meldungen der Übertragungsnetzbetreiber innerhalb von etwa einer Stunde veröffentlicht. Gezeigt wird das jüngste Viertelstunden-Intervall, für das alle regelmäßig meldenden Grenzen vorliegen; eine Grenze, die seit Stunden nicht gemeldet hat, erscheint als „—“. Norwegen und Schweden grenzen nicht an Deutschland; sie sind über die Seekabel NordLink und Baltic Cable angebunden und deshalb enthalten.

Haushaltsstrompreis

Was Haushalte pro Kilowattstunde zahlen, einschließlich Netzentgelten, Umlagen, Steuern und der Marge des Versorgers. Bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh.

Stand: Oktober 2026

Bei Anbieterwechsel

31,02 ct/kWh

Durchschnitt der Neukundentarife · Tageswerte bis 18.10.2026

Durchschnitt aller Haushalte

34,36 ct/kWh

einschließlich Altverträgen

Ersparnis durch Anbieterwechsel

3,34 ct/kWh

rund 134 € im Jahr bei 4.000 kWh

Monatswerte seit 2021

Der Wechselpreis liegt +20,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

›Anmerkungen

Quelle: Verivox, Verivox-Strompreisindex, Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch. „Bei Anbieterwechsel“ ist der Durchschnitt der Tarife, die Neukundinnen und Neukunden aktuell abschließen können; „Durchschnitt aller Haushalte“ schließt bestehende Verträge und die Grundversorgung ein, die in der Regel teurer sind. Die Differenz zwischen beiden Linien ist der Betrag, den ein Wechsel spart. Der Wechselpreis ist das Monatsmittel eines von Verivox täglich veröffentlichten Werts; der laufende Monat ist entsprechend ein Mittel der bisherigen Tage. Der Jahresbetrag ist gerundet und gilt für 4.000 kWh Jahresverbrauch. Der Börsenpreis im nächsten Abschnitt ist eine andere Größe und liegt erheblich niedriger, weil er keine Netzentgelte, Abgaben und Steuern enthält.

Börsenstrompreis

Der Großhandelspreis im Day-Ahead-Handel für die Gebotszone DE-LU: der Preis, zu dem Strom an der Börse gehandelt wird. Er enthält weder Netzentgelte noch Umlagen, Steuern oder die Marge des Versorgers und liegt deshalb deutlich unter dem Haushaltspreis im vorigen Abschnitt.

Preise bis 03.11.2026, 23:00 Uhr

Aktuelle Stunde

256,37 €/MWh

Mittel 30 Tage

173,48 €/MWh

Höchstes Tagesmittel

699,44 €/MWh

am 26.08.2022

Heute im Stundenverlauf

Günstigste 3 Stunden: 00:00–03:00 ⌀ 224,29 €/MWh

Teuerste 3 Stunden: 17:00–20:00 ⌀ 306,75 €/MWh

Börsenstrompreis im Wochenmittel seit Februar 2022

Höchstes Wochenmittel der Reihe: 585,92 €/MWh in der Woche vom 22.08. bis 28.08.2022, dem Höhepunkt der Gaspreiskrise. Ziehen Sie den Regler oder scrollen Sie im Diagramm, um einen Zeitraum zu vergrößern.

›Anmerkungen

Angaben in Euro pro Megawattstunde (€/MWh); 100 €/MWh entsprechen 10 Cent je Kilowattstunde. Die Werte im Stundendiagramm sind Mittelwerte der vier Viertelstundenprodukte: seit der Umstellung auf viertelstündliche Marktzeiteinheiten veröffentlicht die Börse 96 statt 24 Preise pro Tag. Negative Preise sind möglich und real, sie treten auf, wenn viel Wind- und Solarstrom auf geringe Nachfrage trifft. Gaspreise, CO₂-Zertifikate und Netzentgelte sind nicht Teil dieser Datenquelle und werden hier bewusst nicht gezeigt.

Anteil Erneuerbarer im Ländervergleich

Erneuerbarer Anteil an der Stromerzeugung jedes Landes: der Balken ist der Anteil über die letzten zwölf Monate, für die Daten vorliegen, der Punkt der jüngste dieser Monate.

Stand: Mai 2026 – Juni 2026

›Anmerkungen

Quelle: Ember, Monthly Electricity Data, Lizenz CC BY 4.0. Bezugsgröße ist die Erzeugung im Land, Stromimporte und -exporte sind nicht berücksichtigt: Ein Land, das viel Strom einführt, verbraucht nicht unbedingt so erneuerbaren Strom, wie seine Erzeugung zeigt. Als erneuerbar zählen Wasserkraft, Wind, Solar, Bioenergie und sonstige Erneuerbare. Der Anteil ist die erneuerbare Erzeugung geteilt durch die gesamte Erzeugung des Zeitraums, erzeugungsstarke Monate zählen also mehr; für einen einzelnen Monat ist er genau der von Ember veröffentlichte Wert. Zwölf Monate statt „seit Jahresbeginn“, damit jede Jahreszeit einmal enthalten ist und die Länder an jedem Datum vergleichbar bleiben. Für Deutschland umfasst der Zeitraum Juli 2025 – Juni 2026. Ember veröffentlicht Monatsdaten mit einigen Monaten Verzögerung und nicht für alle Länder gleich schnell; der Zeitraum jedes Landes steht im Tooltip seines Balkens.