Strom in Deutschland
Woher der Strom gerade kommt, was er kostet und wie viel davon über die Grenzen fließt. Die Daten stammen von SMARD, der Strommarktdaten-Plattform der Bundesnetzagentur, von den Energy-Charts des Fraunhofer ISE, von Verivox und von Battery-Charts. Wie aktuell sie sind, unterscheidet sich je nach Abschnitt erheblich: von etwa einer Stunde bei Erzeugung und Stromflüssen bis zu mehreren Monaten bei den Batteriezahlen. Jeder Abschnitt nennt deshalb seinen eigenen Stand.
Erzeugung, Verbrauch & Batterien
Stromerzeugung nach Quelle im letzten vollständig gemeldeten 15-Minuten-Intervall, zusammen mit der Last. Der Anteil bezieht sich auf die Erzeugung, nicht auf den Verbrauch (siehe Ländervergleich).
Stand: 18.09.2026, 11:15 Uhr
Unsere Batterien könnten Stromüberschüsse aufnehmen und Spitzen oder Tiefen abfedern. Doch langsamer Smart-Meter-Ausbau, wenig genutzte dynamische Tarife und komplizierte Regeln bremsen die Nutzung dieses Potenzials.
Am 27. März 2026 wurden wegen Verzögerungen beim Smart-Meter-Ausbau 77 Aufsichtsverfahren gegen Messstellenbetreiber eröffnet. Pressemitteilung der Bundesnetzagentur
›24-Stunden-Verlauf
Die Farbflächen zeigen die Erzeugung nach Quelle, gestapelt zur Gesamterzeugung. Die gestrichelte Linie ist die Last, also der Verbrauch. Liegt die Linie über den Flächen, verbraucht Deutschland in dieser Viertelstunde mehr Strom als es selbst erzeugt; die Differenz kommt per Import aus dem Ausland oder aus Speichern. Liegt sie darunter, wird der Überschuss exportiert oder eingespeichert.
Quelle ist SMARD, die Strommarktdaten-Plattform der Bundesnetzagentur, die die Meldungen der Übertragungsnetzbetreiber innerhalb von etwa einer Stunde veröffentlicht. Nicht alle Reihen treffen gleichzeitig ein; gezeigt wird deshalb das jüngste Viertelstunden-Intervall, für das alle Erzeugungsarten und die Last vorliegen (11:15 Uhr), nicht der allerneueste Zeitstempel. Als erneuerbar zählen Solar, Wind, Wasserkraft, Biomasse und „Sonstige Erneuerbare“ (vor allem Geothermie sowie Deponie- und Klärgas); Pumpspeicher (Speicher, keine Primärenergie) und „Sonstige Konventionelle“ (u. a. Heizöl, Kokerei- und Gichtgas, Abfall) sind nicht enthalten. Quellen mit exakt 0 MW werden nicht dargestellt. Die Balken oben zeigen zwei verschiedene physikalische Größen: links Leistung in GW (wie schnell Strom gerade fließt), rechts Energie in GWh (wie viel eine Batterie fasst). Ein GWh-Wert ist deshalb nicht „größer“ als ein GW-Wert; vergleichbar werden sie erst über die Angabe, wie lange die Batterien die momentane Differenz zwischen Erzeugung und Verbrauch überbrücken könnten (GWh ÷ GW). Diese Differenz ist mal ein Überschuss, mal eine Unterdeckung — die Batterien könnten beides ausgleichen, deshalb zählt ihr Betrag. Sie wird im Tagesverlauf zeitweise sehr klein; Werte über 99 h werden daher als „> 99 h“ ausgewiesen. Alle Balken sind an der Last als 100 % skaliert. Die Batteriezahlen stammen von Battery-Charts (ISEA und PGS, RWTH Aachen) und beruhen auf dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur; Stand 09/2026. Sie beschreiben installierte Kapazität, nicht den aktuellen Ladezustand: wie viel davon gerade tatsächlich verfügbar ist, veröffentlicht keine dieser Quellen.
Import & Export
Physikalische Stromflüsse über die Grenzkuppelstellen. Ein Pfeil nach innen bedeutet Import nach Deutschland, ein Pfeil nach außen Export.
Stand: 18.09.2026, 11:30 Uhr
Import
1.700 MW
Summe aller Zuflüsse
Export
5.669 MW
Summe aller Abflüsse
Saldo
+3.969 MW
Deutschland exportiert netto
Nach Grenze
- Norwegen+1.445 MW
- Belgien+918 MW
- Österreich+916 MW
- Niederlande−913 MW
- Polen+664 MW
- Schweiz+610 MW
- Frankreich−576 MW
- Dänemark+565 MW
- Luxemburg+328 MW
- Tschechien+222 MW
- Schweden−211 MW
Positive Werte bedeuten Export aus Deutschland, negative Import.
Gezeigt werden physikalische Flüsse, also der Strom, der tatsächlich über die Leitungen fließt, nicht die kommerziellen Handelsfahrpläne, die davon abweichen können. Quelle ist SMARD, die Strommarktdaten-Plattform der Bundesnetzagentur, die die Meldungen der Übertragungsnetzbetreiber innerhalb von etwa einer Stunde veröffentlicht. Gezeigt wird das jüngste Viertelstunden-Intervall, für das alle regelmäßig meldenden Grenzen vorliegen; eine Grenze, die seit Stunden nicht gemeldet hat, erscheint als „—“. Norwegen und Schweden grenzen nicht an Deutschland; sie sind über die Seekabel NordLink und Baltic Cable angebunden und deshalb enthalten.
Haushaltsstrompreis
Was Haushalte pro Kilowattstunde zahlen, einschließlich Netzentgelten, Umlagen, Steuern und der Marge des Versorgers. Bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh.
Stand: September 2026
Bei Anbieterwechsel
24,98 ct/kWh
Durchschnitt der Neukundentarife · Tageswerte bis 16.09.2026
Durchschnitt aller Haushalte
33,38 ct/kWh
einschließlich Altverträgen
Ersparnis durch Wechsel
8,40 ct/kWh
rund 336 € im Jahr bei 4.000 kWh
Monatswerte seit 2021
Der Wechselpreis liegt −8,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat.
Quelle: Verivox, Verivox-Strompreisindex, Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch. „Bei Anbieterwechsel“ ist der Durchschnitt der Tarife, die Neukundinnen und Neukunden aktuell abschließen können; „Durchschnitt aller Haushalte“ schließt bestehende Verträge und die Grundversorgung ein, die in der Regel teurer sind. Die Differenz zwischen beiden Linien ist der Betrag, den ein Wechsel spart. Der Wechselpreis ist das Monatsmittel eines von Verivox täglich veröffentlichten Werts; der laufende Monat ist entsprechend ein Mittel der bisherigen Tage. Der Jahresbetrag ist gerundet und gilt für 4.000 kWh Jahresverbrauch. Der Börsenpreis im nächsten Abschnitt ist eine andere Größe und liegt erheblich niedriger, weil er keine Netzentgelte, Abgaben und Steuern enthält.
Börsenstrompreis
Der Großhandelspreis im Day-Ahead-Handel für die Gebotszone DE-LU: der Preis, zu dem Strom an der Börse gehandelt wird. Er enthält weder Netzentgelte noch Umlagen, Steuern oder die Marge des Versorgers und liegt deshalb deutlich unter dem Haushaltspreis im vorigen Abschnitt.
Preise bis 19.09.2026, 23:00 Uhr
Aktuelle Stunde
0,00 €/MWh
Mittel 30 Tage
139,50 €/MWh
Höchstes Tagesmittel
699,44 €/MWh
am 26.08.2022
Heute im Stundenverlauf
Günstigste 3 Stunden: 13:00–16:00 ⌀ 1,06 €/MWh
Teuerste 3 Stunden: 06:00–09:00 ⌀ 200,79 €/MWh
Wochenmittel seit Februar 2022
Höchstes Wochenmittel der Reihe: 585,92 €/MWh in der Woche vom 22.08. bis 28.08.2022, dem Höhepunkt der Gaspreiskrise. Ziehen Sie den Regler oder scrollen Sie im Diagramm, um einen Zeitraum zu vergrößern.
Angaben in Euro pro Megawattstunde (€/MWh); 100 €/MWh entsprechen 10 Cent je Kilowattstunde. Die Werte im Stundendiagramm sind Mittelwerte der vier Viertelstundenprodukte: seit der Umstellung auf viertelstündliche Marktzeiteinheiten veröffentlicht die Börse 96 statt 24 Preise pro Tag. Negative Preise sind möglich und real, sie treten auf, wenn viel Wind- und Solarstrom auf geringe Nachfrage trifft. Gaspreise, CO₂-Zertifikate und Netzentgelte sind nicht Teil dieser Datenquelle und werden hier bewusst nicht gezeigt.
Anteil Erneuerbarer im Ländervergleich
Erneuerbarer Anteil am Stromverbrauch (Last): der Balken ist das Mittel der letzten 365 Tage, der Punkt der jüngste Tageswert. Das ist eine andere Größe als der Anteil an der Erzeugung weiter oben, die beiden Zahlen stimmen nicht überein und sollen es auch nicht.
Stichtag: 16.09.2026
Bezugsgröße ist der Verbrauch, nicht die Erzeugung: Werte über 100 % sind daher möglich und korrekt, sie bedeuten, dass an diesem Tag rechnerisch mehr erneuerbarer Strom erzeugt als im Land verbraucht wurde; der Überschuss wurde exportiert oder gespeichert. Das Jahresmittel ist ein Mittel der Tageswerte, bei dem jeder Tag gleich zählt, unabhängig von seiner Last; es liegt deshalb etwas über dem energiegewichteten Jahresanteil. 365 Tage statt „seit Jahresbeginn“, damit jede Jahreszeit einmal enthalten ist und die Länder an jedem Datum vergleichbar bleiben. Für Deutschland ist der Stichtag der 16.09.2026. Die Länder melden unterschiedlich schnell, weshalb die Stichtage um ein bis zwei Tage auseinanderliegen können; der jeweilige Stichtag steht im Tooltip jedes Balkens. Gezeigt wird für jedes Land der jüngste verfügbare Tageswert.
